Gäste-Check-in: kompletter Leitfaden und Checkliste für Gastgeber

Mai 2026
Der erste Check-in ist ohne Zweihfel ein Meilenstein für jeden Gastgeber. Es ist ein Prozess, den Sie sorgfältig durchführen sollten – denn er bestimmt den ersten Eindruck Ihrer Gäste und ist eine gute Gelegenheit, auf einem Portal für Ferienvermietung eine starke Bewertung zu bekommen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Check-in Ihrer Ferienvermietung organisieren – von der Vorbereitung der Unterkunft bis zur Begrüßung Ihrer Gäste.
Der Wert des Pre-Check-ins
Ein gutes Check-in-Management für Ferienwohnungen beginnt deutlich, bevor die Gäste ankommen. Beim Pre-Check-in geht es nicht nur darum, dass Ihre Unterkunft sauber und einladend wirkt, sondern auch darum, dass Sie vorab klar und freundlich kommunizieren.
Digitale Kommunikation
Ein paar Tage vor der Anreise ist es gute Praxis, eine Willkommensnachricht zu schicken – mit der exakten Adresse der Unterkunft (idealerweise als Google-Maps-Link) und Infos, wie der Check-in abläuft. Vor allem dann, wenn Ihre Unterkunft Self-Check-in bei Ferienwohnungen anbietet, ist diese Nachricht der richtige Ort für alle nötigen Anweisungen.
Um Missverständnisse zu vermeiden, können Sie außerdem einen Check-in-Leitfaden für Ferienhäuser erstellen: Wie werden die Schlüssel übernommen, wie erhält man Codes für eine Schlüsselbox, wo hängt die Box (am besten mit Fotos) usw. Dieser Leitfaden ist ein hilfreiches Tool für Gastgeber und Gäste. Darin können Sie zum Beispiel aufnehmen:
- Zugangsdaten fürs WLAN;
- Hinweise zur Mülltrennung (falls Ihre Unterkunft Mülltrennung hat);
- Sehenswürdigkeiten und praktische Orte in der Nähe – von Restaurants und Bars bis zu Supermärkten und Attraktionen (inkl. GPS-Standorte, damit alles reibungslos klappt);
- Notfallnummern für den Fall von Problemen – inklusive Ihrer Nummer und der eines vertrauenswürdigen Nachbarn;
- Eine Übersicht, wo sich Sicherheitsausstattung befindet, wie Feuerlöscher, Kohlenmonoxidmelder und das Erste-Hilfe-Set;
- Check-out-Zeit und Hinweise zur Rückgabe der Schlüssel;
Die Unterkunft vorbereiten
Stellen Sie vor der Ankunft sicher, dass die Unterkunft in jeder Hinsicht top ist. Damit Sie wirklich nichts dem Zufall überlassen, hilft eine Check-in-Checkliste fürs Ferienhaus mit allem, was Sie im Blick behalten sollten:
- Inseratsbeschreibung: Prüfen Sie zuerst, ob die Beschreibung Ihres Inserats Ihre Unterkunft korrekt widerspiegelt. Eine ehrliche Beschreibung mit einer zutreffenden Ausstattungsliste sorgt dafür, dass die Erwartungen der Gäste erfüllt werden – und hilft dabei, negative Bewertungen zu vermeiden.
- Systemcheck: Kontrollieren Sie, ob alle Geräte und Hauptsysteme funktionieren, etwa Boiler und Heiz-/Kühlsysteme. Prüfen Sie außerdem, ob die Glühbirnen in Ordnung sind und die WLAN-Verbindung stabil läuft.
- Handtücher: Stellen Sie Gästen ein Set mit drei Handtüchern bereit: ein großes Badetuch, ein mittelgroßes Gesichtshandtuch und ein kleines Handtuch. Am besten legen Sie diese sichtbar aufs Bett.
- Badezimmer: Sorgen Sie dafür, dass pro Gast zwei Rollen Toilettenpapier vorhanden sind, und prüfen Sie, ob genügend Seife, Waschmittel (falls es eine Waschmaschine gibt) und Hygieneartikel verfügbar sind.
- Bettwäsche: Idealerweise hat jede Person zwei Polster mit Bezug sowie ein komplettes Set aus Bettlaken und Decke. Sinnvoll sind zusätzliche Decken für unterschiedliche Jahreszeiten (Sommer- und Winterdecke) sowie Plaids/Decken in verschiedenen Stärken, die Sie im Kasten bereitlegen können.
- Küche: Gäste kochen oft mehrere Mahlzeiten in der Unterkunft. Daher sollte die Küche mit einem Basis-Set ausgestattet sein: Salz, Pfeffer, Öl und Zucker sowie Kaffee oder Tee. Legen Sie saubere Geschirrtücher bereit, außerdem einen neuen Schwamm und etwas Spülmittel.
- Sicherheitsausstattung: Prüfen Sie, ob Ihre Unterkunft alle gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsvorrichtungen hat – sowohl für die Sicherheit der Gäste als auch, um Strafen zu vermeiden. Welche Ausstattung nötig ist, hängt vom jeweiligen Land ab, daher sollten Sie das im Vorfeld recherchieren.
- Reinigung: Stellen Sie sicher, dass die Ferienwohnung gründlich gereinigt ist und keine typischen „vergessenen“ Stellen bleiben – etwa hinter Kästen und Geräten, unter Möbeln, beim Filter der Klimaanlage oder auf Stoffoberflächen. Desinfizieren Sie außerdem Bereiche, die Gäste häufig berühren: Türgriffe, Beschläge, Geräte, Fernbedienungen, Küchenflächen, Lichtschalter usw.

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Die Ankunftsphase
Aktuell haben Sie zwei Möglichkeiten, Ihr Ferienvermietungsgeschäft zu organisieren: persönlicher Check-in oder Self-Check-in bei Ferienwohnungen. Wenn Sie Gäste persönlich begrüßen, ist das eine gute Möglichkeit, das Eis zu brechen und eine freundliche Beziehung aufzubauen. Dabei können Sie die Wohnung zeigen, erklären, wie Geräte funktionieren, an die wichtigsten Hausregeln erinnern und lokale Empfehlungen geben.
Wenn Sie Gäste nicht persönlich empfangen können, können Sie auf Self-Check-in umstellen – achten Sie dabei darauf, dass Sie alle Regeln rund um Self-Check-in einhalten (das wird weiter unten erklärt). Wenn Sie positiv auffallen möchten, ergänzen Sie den Empfang mit einem Willkommenspaket. Sie können zum Beispiel lokale Produkte zum Probieren bereitstellen, kalte Getränke hinstellen oder ein kleines Geschenk machen – etwa einen personalisierten Schlüsselanhänger mit Ihrem Branding, eine gute Idee, um eine Ferienwohnung zu inserieren und im Gedächtnis zu bleiben. Zum Abschluss sollten Sie Ihren Gästen sagen, dass sie Sie bei Problemen jederzeit kontaktieren können. Früh zu reagieren ist die beste Strategie, um Ärger und schlechte Bewertungen zu vermeiden.
Rechtliche Anforderungen
Jeder Gastgeber muss bestimmte bürokratische Schritte erledigen – die Details hängen davon ab, ob Ihre Unterkunft in Österreich, Deutschland oder der Schweiz liegt und welche Vorgaben Ihre Gemeinde macht. In der Praxis sollten Sie vor allem diese Punkte im Blick haben:
- Meldeschein und Gästeregistrierung: In Österreich, Deutschland und der Schweiz gibt es je nach Region Meldepflichten (z. B. Meldeschein/Anmeldeformular). Achten Sie darauf, die erforderlichen Gästedaten korrekt zu erfassen und fristgerecht an die zuständige Stelle zu übermitteln – das kann eine Tourismusbehörde, Gemeinde oder (je nach System) auch eine Polizeistelle sein.
- Ortstaxe/Kurtaxe: In vielen Städten und Tourismusregionen müssen Sie eine Ortstaxe bzw. Kurtaxe einheben und abführen. Prüfen Sie, ob Ihre Gemeinde eine Abgabe verlangt, wie hoch sie ist, ob es Ausnahmen gibt (z. B. Kinder) und wie die Abrechnung erfolgt. Oft gibt es dafür ein kommunales Online-Portal oder fixe Abrechnungszeiträume.
- Regionale bzw. kommunale Pflichten: Zusätzlich zur Gästemeldung verlangen manche Regionen weitere Angaben – etwa statistische Meldungen zur Auslastung oder Belegungszahlen. Informieren Sie sich frühzeitig, welche Daten in Ihrer Gemeinde verpflichtend sind, und dokumentieren Sie diese konsequent für jede Buchung.
- Versicherung: Je nach Land und Objektart kann eine Haftpflichtversicherung (und teilweise zusätzliche Deckungen) erforderlich oder zumindest dringend empfohlen sein. Klären Sie, welche Policen für Ihre Ferienvermietung sinnvoll sind, bevor Sie Gäste empfangen.
Check-in für Gastgeber-Anfänger: so wird es einfacher
Check-in lässt sich mit Plattformen wie Holidu deutlich einfacher machen. Mit Holidu können Sie von mehreren Vorteilen profitieren:
- Globale Sichtbarkeit: Sie können Ihr Inserat über ein einziges Konto auf mehr als 25 Buchungsplattformen veröffentlichen, darunter VRBO, Airbnb und Booking. Das reduziert das Risiko von Überbuchungen, weil Sie Kalender über mehrere Ferienvermietungs-Websites hinweg sauber synchronisieren können.
- Professionelles Fotoshooting: Holidu bietet Gastgebern ein kostenloses Fotoshooting an, um die Stärken Ihrer Unterkunft hervorzuheben. Gute Fotos machen wirklich den Unterschied – besonders bei immer stärkerer Konkurrenz.
- Vereinfachte Verwaltung: Mit nur einer App können Sie alles rund um Ihr Ferienobjekt managen – von Willkommensnachrichten bis zum Einziehen von Zahlungen.